Der unsichtbare Schutzschild des Solarmoduls: Beständigkeit gegen Feuchtwärme

The role of damp heat resistance in preventing degradation and ensuring solar panel longevity.

Der unsichtbare Schutzschild des Solarmoduls: Beständigkeit gegen Feuchtwärme

Bei Investitionen in Solaranlagen ist die Kapitalrendite untrennbar mit der langfristigen Energieerzeugung verbunden. Während ein hoher Wirkungsgrad zum Zeitpunkt der Installation wichtig ist, definiert sich der wahre Wert eines Solarmoduls dadurch, wie zuverlässig es nach Jahren der Einwirkung harter Umweltbedingungen arbeitet. Unter diesen Bedingungen stellt die Kombination aus hoher Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit eine der aggressivsten – und oft unterschätzten – Bedrohungen für die Modulzuverlässigkeit dar. Genau hier kommt die Beständigkeit gegen Feuchtwärme ins Spiel: der unsichtbare Schutzschild, der Solarmodule schützt und ihre Leistungsfähigkeit über die gesamte Betriebsdauer hinweg sichert.

🛡️ Nachgewiesene Zuverlässigkeit im DH2000h-Test

Die Beständigkeit gegen Feuchtwärme wird mithilfe des weltweit anerkannten IEC 61215 Damp Heat (DH)-Tests bewertet. In seiner anspruchsvollsten Form – DH2000h – werden Solarmodule folgenden Bedingungen ausgesetzt:

• 🌡️ 85 °C Temperatur

• 💧 85 % relative Luftfeuchtigkeit

• ⏱️ 2000 Stunden Dauerbelastung

Dieser beschleunigte Alterungstest simuliert jahrelange reale Einsatzbedingungen in tropischen, küstennahen und feuchten Klimazonen. Module, die den DH2000h-Test mit minimalem Leistungsverlust bestehen, weisen eine außergewöhnliche Langlebigkeit auf. So erreichen beispielsweise fortschrittliche Verkapselungslösungen technologieorientierter Hersteller wie Dr. Hans Werner Chemikalien weniger als 5 % Leistungsverlust nach DH2000h, was einen klaren und messbaren Nachweis für langfristige Zuverlässigkeit unter dauerhafter Wärme- und Feuchtebelastung liefert.

🔗 Überlegene Haftung ohne Delamination

Einer der häufigsten Ausfallmechanismen unter Feuchtwärmebedingungen ist die Delamination – die Trennung der einzelnen Schichten innerhalb des Solarmoduls. Sobald eine Delamination einsetzt, kann Feuchtigkeit in das Modul eindringen und folgende Prozesse beschleunigen:

• Korrosion der Metallisierung

• Versagen der elektrischen Isolierung

• Irreversibler Leistungsverlust

Hochwertige Verkapselungsformulierungen spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Durch eine starke und gleichmäßige Haftung zwischen Glas, Solarzellen und Rückseitenfolie (oder Rückglas) eliminieren Premium-Verkapselungsmaterialien das Risiko der Delamination weitgehend. Diese stabile Verbindung wirkt als physikalische Barriere gegen das Eindringen von Feuchtigkeit, reduziert die Korrosionsbildung erheblich und erhält die elektrische Leistungsfähigkeit selbst unter extremer Feuchtwärmebelastung.

Why damp heat resistance is critical for long-term solar panel reliability and performance.

⚡ Erhöhter Schutz vor Korrosion und PID

Verkapselungsmaterialien sind nicht nur mechanische Bindeschichten – sie bilden eine chemische und elektrische Schutzschicht im Inneren des Moduls.

• Korrosionsschutz:

Durch das Blockieren von Feuchtigkeit und das Verhindern korrosiver Nebenprodukte schützen Verkapselungen empfindliche Silber- und Kupferkomponenten, die für die Stromerzeugung entscheidend sind.

• Anti-PID-Eigenschaften:

Die potenzialinduzierte Degradation (PID), die durch hohe Systemspannungen verursacht wird, kann die Modulleistung über die Zeit unbemerkt reduzieren. Moderne Verkapselungsmaterialien mit ausgeprägten Anti-PID-Eigenschaften unterdrücken spannungsinduzierte Leckströme und tragen dazu bei, eine stabile Leistungsabgabe über die gesamte Lebensdauer des Moduls aufrechtzuerhalten.

Gemeinsam gewährleisten diese Schutzmechanismen eine langfristige elektrische Stabilität und minimieren das Risiko von Ausfällen im Feld.

💡 Die Wahl des Verkapselungsmaterials: Grundlage langfristiger Feuchtwärme-Zuverlässigkeit

Unter allen in einem Solarmodul eingesetzten Materialien ist das Verkapselungsmaterial der entscheidendste Faktor für die Feuchtwärmebeständigkeit. Seine grundlegenden Eigenschaften – darunter chemische Stabilität, Feuchtigkeitsbarriere, Haftfestigkeit sowie Beständigkeit gegenüber thermischer und elektrischer Belastung – bestimmen unmittelbar, ob ein Modul anspruchsvolle Zuverlässigkeitstests wie DH2000h erfolgreich besteht.

Hochleistungs-EVA-, POE- und fortschrittliche Multilayer-Verkapselungen ermöglichen es Solarmodulen, aggressiven Temperatur- und Feuchtebedingungen standzuhalten und gleichzeitig ihren ursprünglichen Energieertrag zu bewahren – vorausgesetzt, sie sind korrekt formuliert und laminiert. Aus diesem Grund ist die Wahl des Verkapselungsmaterials nicht lediglich eine Materialentscheidung, sondern eine strategische Investition in die langfristige Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Moduls.

Für Solarprojekte mit langer geplannter Lebensdauer und kalkulierbaren Erträgen muss die Feuchtwärmebeständigkeit ein zentrales Auswahlkriterium sein – und kein nachträglicher Gedanke. Module mit DH2000h-bewährten Verkapselungsmaterialien bieten einen überlegenen Schutz vor Hitze und Feuchtigkeit, eine hohe Beständigkeit gegen Korrosion und PID sowie minimale Leistungsverluste über die Zeit hinweg. Damit wird sichergestellt, dass die Solaranlage über ihre gesamte geplante Lebensdauer hinweg effizient, sicher und wirtschaftlich betrieben werden kann.